1. Herren zurück in der Spur

Punktspiel HSG Seevetal (1. Herren) vs. TVV NEU-WULMSTORF 28:21

Nach der Länderspielpause und tempohartem Training war es endlich wieder soweit: Samstag, 16 Uhr, Primetime für den nächsten Kracher in der Hölle Seevetal. Kuchen und Pils standen für die Zuschauer bereit, eine DJ-Legende brachte die Turntables zum Glühen und auf dem Parkett warf das nächste Duell um Punkte in dieser noch jungen Saison seine Schatten voraus. Die Niederlage im Derby gegen Winsen hallte noch in den Köpfen nach, da meldeten sich die Recken aus Neu Wulmstorf an, um nach zwei denkbar knappen Niederlagen den Bock endlich umzustoßen. Ein explosiveres Gemisch konnte man nicht anmischen.

Alle Zeichen standen gut, da wir mit voller Kapelle und motiviert bis in die letzte Strähne bereits 14 Uhr mit einigen Taktikleckerbissen die Vorbereitung auf diesen Spieltag begannen. So verwunderte  es nicht, dass nach 2stündiger Erwärmung  alle dem beherzten Pfiff der Unparteiischen entgegensahen. Vom Trainer gab es nur eine Ansage: Winsen vergessen machen und durch pure Offensive sowie knallharte Deckung von der ersten Minute an Vollgas geben.

In der Tat traf Coach G mit dieser Marschrichtung voll den Nerv der Mannschaft und es zeigte sich früh in der ersten Halbzeit, dass jeder in weiß mit aller Macht den Sieg wollte. Angepeitscht von der gefüllten Tribüne und durch diszipliniertes Umsetzen der taktischen Kniffe, konnten wir uns aus einer sicheren Deckung heraus peu á peu absetzen. Über die Stationen 6:2, 13:7 und 18:9 haben wir es frühzeitig geschafft, den beherzt aufspielenden Neu Wulmstorfern in der ersten Halbzeit den Zahn zu ziehen. Gerade die Umsetzung von monatelang einstudierten Spielzügen, das konsequente Ausnutzen jeder noch so kleinen Lücke und eine Absch(l)ussmentalität wie auf dem Hittfelder Schützenfest, waren die Grundpfeiler für diesen Erfolg.

Nachdem wir uns mit 9 Toren Vorsprung in die Werbepause verabschiedeten, konnte es für die zweite Hälfte nur eine Devise geben: Konzentriert bleiben und die Spannung hoch halten.

Manchmal kommt es dann doch anders als man denkt… Körperlich waren wir anwesend aber anscheinend hatten sich sowohl der Biss der ersten Hälfte als auch die Diszipliniertheit in der Zwischenzeit ein Astra auf der Tribüne bestellt. In zehn Minuten gelang nur ein Tor, fahrig vorgetragene Angriff wurden überhastet abgeschlossen, technische Fehler schlichen sich ein und wir forderten die Gäste förmlich dazu auf, den eigentlich klaren Spieltand noch einmal knapper zu gestalten. Nach einem 19:13, rappelten wir uns wieder auf, gingen mit 23:14 in Führung, brachen dann wieder ein auf 24:19. Glücklicherweise hatten wir ein bequemes Polster aus der ersten Halbzeit, wodurch wir auch mit einer solch zerfahrenen zweiten Halbzeit „leben“ konnten. Mit dem Schlusspfiff und einem letztlich ungefährdeten 28:21 Sieg in der Tasche, war die Erleichterung deutlich spürbar. Wir hatten uns geschüttelt und das Winsen-Trauma überwunden.

Jetzt gilt es für die kommenden Spiele, die richtigen Lehren aus der zweiten Halbzeit zu ziehen, konzentriert und aggressiv weiter zu arbeiten, denn es warten noch ganz andere Aufgaben in dieser Liga. Die erste Halbzeit hat gezeigt, was mit dieser Truppe möglich ist, daran sollten wir anknüpfen. Bereits am nächsten Wochenende haben wir die Chance, in Eyendort alles noch besser zu machen. Einfach wird das nicht. Deshalb konnte man Coach G bereits nach dem Spiel beobachten, wie er mit seinem Trainerteam an der nächsten taktischen Überraschung bastelte.

Seevetal: Seidel (Tor), Hartge (Tor), Peper, Nordbeck (8), Gevert (2), Todorski (2), Wendt (9), Kühlke, N. Bengelsdorf (2), B. Bengelsdorf, Walther (5), Kölln, Tsilis, Coach G, Plückhahn

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